Seas-Fails – Teil II

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Das letzte Mal habe ich euch erzählt, wie schwierig es für uns war, auf einer der größten Schuhmesse Europas ins Gespräch mit Ausstellern zu kommen. Aber schlussendlich war diese Messe für uns sehr wichtig, denn dadurch sind wir zu unserer Designerin gekommen. Und genau zu diesem Thema möchte ich euch heute etwas erzählen.

Aber beginnen wir von vorne. Bei der Messe haben wir einer Vertreterin einer Mailänder Modeakademie Kontakte ausgetauscht und wir verblieben so, dass sie uns in den darauffolgenden Wochen ein paar Kontakte von angehenden Schuhdesigner schicken werde. Unsere Hoffnungen waren nicht allzu groß nochmal etwas von dieser Frau zu hören. Die Überraschung war groß, als uns bereits nach wenigen Tagen einer E-Mail dieser Frau erreichte mit den Kontaktdaten von zwei Personen. Sie sagte uns, wir sollten sie schnellstmöglich kontaktieren. Und das taten wir dann auch. Wir staunten nicht wenig als uns beide Kontakte in ihrer Antwort auch ihren Lebenslauf sendeten. Einer der beiden war ein Mann der ein eigenes Designstudio für Sneakers hatte und auch bereits als Dozent an mehreren Modeakadamien gearbeitet hatte. Hier verlief sich der Kontakt aber recht schnell, weil dieser Herr recht überheblich wirkte und nur wenig Interesse an unserem Projekt zeigte. Der zweite Kontakt hingegen war für uns interessanter. Es war eine junge Frau (ich werde sie im Folgenden einfach A. nennen), die bereits bei verschiedenen namhaften Firmen Erfahrung als Designerin gesammelt hatte, jetzt jedoch nach ihrem ersten Kind als Freelancerin arbeitete. Wir einigten uns bald auf einen Call via Skype. Natürlich wussten wir nicht recht was wir uns erwarten sollten. Und wir hatten uns dementsprechend auch nicht besonders vorbereitet. So und jetzt kommen wir endlich zum Kern dieses Beitrags.

Am festgelegten Tag rief mich Rene zur festgelegten Uhrzeit via Skype an und dann riefen wir zusammen A. an. Wir stellten uns gegenseitig vor und teilte die klassischen Höflichkeiten aus. Wir erklärten A. dann unsere Idee. Und zu unserer Überraschung erklärte A. ganz unverblümt, dass sie die Idee Klasse fand. So und jetzt kommen wir zum Schlüsselmoment. Wir wollten natürlich als knallharte Verhandler mit Pokerface rüberkommen. Ich verspürte innerlich aber so eine Freude, dass ich immer mehr zu grinsen anfing. Meine Lösung: ich schaltete einfach die Kamera und meine Stimme beim Skypecall aus und lachte unglaublich fröhlich vor mich hin, wahrscheinlich habe ich sogar kleine Freudenschreie losgelassen. Als ich nach ein paar Sekunden wieder alles eingeschalten hatte, sah ich, dass anstelle von Rene ´s Bild ein schwarzer Punkt war. Nachträglich habe ich von ihm erfahren, dass er das Selbe wie ich gemacht hatte. Rückblickend muss man also sagen, dass unsere knallharte Verhandlerstrategie nicht unbedingt gut funktioniert hat. A. hat sich zwar nichts anmerken lassen, aber mir war klar, dass sie genau wusste was passiert war.

Was könnt ihr aus dieser kleinen Geschichte lernen? Bereitet euch immer auf jedes Gespräch ausführlich vor, versucht mögliche Szenarien vorherzusehen und tretet in jedem Gespräch möglichst professionell auf. Denn wenn euch mal ein richtiger Verhandler gegenübersteht wird er solche Situation im Verlauf des Gesprächs eiskalt zu seinen Gunsten ausnutzen.

Seas und bis bald,

Dominic

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