Die Goldmedaille für Südkorea?

Die Olympischen Winterspiele 2018 haben begonnen und alles dreht sich nur mehr um Pyeongchang. Für diese Spiele wurden in Südkorea eine Vielzahl neuer Sportstätten gebaut: Eishockeyhallen, Abfahrtspisten, Eiskanäle… Bereits vor zwei Jahren gab es zahlreiche Proteste als ein intakter Wald einem Skigebiet weichen musste Die Organisatoren versicherten aber, dass der Umweltaspekt in allen Plänen für die Olympischen Spiele eine zentrale Rolle spielten.

Medaille
Goldmedaille 2018 (aus: toponline.ch)

Dieses Jahr nehmen 92 Nationen an den Spielen teil und damit erhölt die Halbinsel weltweite Aufmerksamkeit. Daher haben die Organisatoren für die Spiele in Pyeongchang einen Sustainability Report herausgegeben, darin steht: “Das IOC hat die Umwelt, neben Sport und Kultur, als Dritte Säule von Olympia identifiziert”.

Neue Gebäude

 

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Einige neue Sportstätten mussten gebaut werden (aus: financialtribune.com).

Die Winterspiele in Pyeongchang werden in einer Bergregion, mit zahlreichen Wäldern im Osten des Landes abgehalten. Für diese Spiele wurden sechs neue Sportstätten gebaut und viele Andere umfangreich renoviert und erneuert.

“Die neuen Sportstätten werden mit Sonnen- und geothermischer Energie betrieben”, ist im Report zu lesen. “Sonnenenergie wird zur Stromerzeugung genutzt, geothermische Energie hingegen erhitzt das Wasser. Erneurbare Energie deckt insgesamt 12% der gesamten Energie ab, die bei diesen Spielen benötigt wird. Damit spielt erneuerbare Energie eine signifikante Rolle zu Reduktion der Energiekosten bei diesen Spielen”.

Andere umweltfreundliche Eigenschaften der Sportstätten sind:

  • Regenwasserwiderverwendung
  • Recycling und Mülltrennung
  • Die Verwendung von Biomüll als Energiequelle und Dünger

Bäume und Proteste

For einigen Jahren rief ein neue zu schaffendes Skigebiet die Aufmerksamkeit vieler Umweltschützer auf sich. Die Umweltschützer forderten die Organisatoren der Olympiade auf, diesen sehr alten Wald nicht zu verbauen.

Unter Anderem schrieben die Aktivisten auch eine Petition und stellten sich auf die Website von Avaaz. Darin verlangten sie, den sofortigen Stop der Zerstörung am Mount Gariwang. Sie beriefen sich auch auf den IOC und dessen Bemühungen um nachhaltige Olympische Spiele.

Avaaz zufolge erhielt die Petition 1.275.300 Unterschriften. Im Jahr 2016 wurde der Petition noch ein Absatz hinzugefügt. Darin erklärten die Aktivisten, dass trotz des Öffentlichen Drucks ein Großteil von Mount Gariwang für eine Skipiste gerodet wurde. Und dass der IOC größeren Aufwand betreiben solle, um Olympische Spiele entsprechend ihrer der Prinzipien der Umweltfreundlichkeit und der Nachhaltigkeit abhalten solle.

Bäume und Organisatoren

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Das Alpinzentrum in Jeongseon (aus: leisuremanagement.co.uk)

Im Zuge dieser Debatte erklärten die Organisatoren, dass der Mount Gariwang ausgesucht wurde, weil andere Orte nicht den Interantionalen Anforderungen entsprachen, das Projekt wurde jedoch mehrmals angepasst, um die Folgen auf das Ökosystem dieses Waldes zu reduzieren.

Die Anstrengungen zu diesem Zweck beinhalteten eine gemeinsame Rennpiste für Damen und Herren. So etwas sei in der Geschichte der Olympischen Spiele zum ersten Mal vorgekommen. Außerdem seien 1.272 Bäume ausgesetzt und an einer anderen Stelle wieder eingesetzt worden.

Insgesamt so die Veranstalter, seien für alle Stäucher, Bäume und Wälder, die im Zuge dieser Spiele gerodet wurdet, an anderen Stellen zwei Mal so viele neu eingesetzt worden.

Transport

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Elektrofahrzeug in Pyeongchang (aus: earth911.com)
  • Die Zugstrecke Wonju-Gangneung als Hochgeschwindigkeitsbahn gebaut. Damit wurde auch der Incheon International Airportmit allen Sportstätten verknüpft. Die Organisatoren erklärten, dass die Folgen für die Umwelt durch diese Züge acht Mal kleiner seien, als wenn die Menschen mit Autos die gleiche Strecke fahren würden. Dadurch werden 6.654 Tonnen Treibhausgase eingespart.
  • Weiters sind 150 Elektroautos und Wasserstoffautos im Einsatz.

Resümee

Insgesamt wurden in Südkorea sicher grüßere Anstrengungen gemacht, um die Folgen der Olympischen Spiele auf die Umwelt zu reduzieren, als bei vergangenen Spielen. Auf der anderen Seite hätte man aber auch mehr machen können. Ich finde Pyeongchang hat sich die Bronzemedaille verdient.

Seas und bis bald,

euer Dominic

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